Erfolgreiche Projekte & Erfahrungen

Lesen Sie hier einen kurzen Auszug aus den Projekten und Erfahrungen der vergangenen Jahre.

Der ursprünglich als Joint-Venture gegründete Ungarisch-Österreichische Betrieb sollte nach Vorgabe des Eigentümers zukünftig als rein österreichisches Unternehmen zu einem industriellen Fertigungsbetrieb weiterentwickelt werden. Dazu musste die komplette noch sehr einfache, auf Meisterbetrieb ausgelegte, Unternehmensstruktur auf industrielle Anforderungen angepasst und umgebaut werden, sowie die entsprechende Technologie für den Spritzguß und den Werkzeugbau entwickelt und inklusive angepasster Infrastruktur implementiert werden. Da das Unternehmen auch stark in den Automobilbereich expandierte, war auch die Implementierung eines entsprechend komplexen QS-Standards nötig.
Diese spannenden Aufgabe konnte innerhalb 3 Jahren zur vollsten Zufriedenheit des Eigentümers umgesetzt und eine nachhaltige Wachstumsphase eingeleitet werden. Das Unternehmen gehört heute zu den größeren Spritzguß und WZB-Betrieben und beschäftigt mittlerweile um die 1000 Mitarbeiter.

Die durch einen Brand vollkommen zerstörte Produktion sollte nach Willen der Eigentümer wieder aufgebaut werden. In diesem Zuge sollte auch die Produktionstechnologie erneuert und weiterentwickelt werden, und vor allem der personell/organisatorische Bereich einer tiefgreifenden Neu­or­ga­ni­sa­ti­on unterzogen werden. Das Ziel der Re-Organisation bestand in einer signifikanten Kostenreduktion und Produktivitätssteigerung. Dieses Projekt konnte nach ca. 3 Jahren sehr erfolgreich abgeschlossen werden. 

Management auf Zeit als Werksleiter
Dieses mittlerweile bereits in der 2. Generation geführte Familienunternehmen stand kurz vor dem Umbau von einem „meistergeführten“ Unternehmen zu einem modernen Betrieb mit industrieller Struktur und Fertigung. Dieser Schritt ist für viele derartige aufstrebenden Familienbetriebe verhängnisvoll, da sich dabei die ganze Firmenstruktur und vor allem auch die Firmenkultur ändern muss: Weg von einem rein intuitiv gesteuerten Unternehmen hin zu einem kennzahlengeführten Betrieb.
Dazu müssen auch unpopuläre, aber notwendige Entscheidungen getroffen werden. Diese können von einem externen Mitarbeiter treffsicher erkannt werden und lassen sich durch seine Hand auch leichter umsetzen.
Diese Aufgabe konnte vollständig und zur vollsten Zufriedenheit des Eigentümers umgesetzt werden.
Um die Nachhaltigkeit der gesetzten Maßnahmen zu gewährleisten, war eine Betreuung unsererseits allerdings noch über einige Jahre hinweg nötig.

Das finanziell angeschlagene Unternehmen wurde von einem Investor übernommen und sollte zu einem modernen, schlagkräftigen und hochprofitablen Unternehmen entwickelt werden. Dazu musste nahezu die gesamte betriebliche Infrastruktur und Fertigungstechnologie erneuert bzw. verbessert und erweitert werden. Dies beinhaltete beispielsweise auch die komplette Stromversorgung oder feuertechnische Einrichtungen, hochautomatisierte Fertigungsstraßen bis hin zu einem HR-Lagerbau und so gut wie alle betrieblichen Strukturen und Vorgänge.
Heute ist dieses Unternehmen in seinem Segment am Weg zur Weltmarktführerschaft.

Dieses Projekt bedarf einer kompletten Planung der Fertigungstechnologie, der nötigen Infrastruktur und des Personalbedarfs inklusive Kostenhinterlegung aller Bereiche und befindet sich aktuell in der Realisierungsphase.

Bei diesem langzeit Projekt ging es um das Implementieren von Wertstoffkreisläufen, Recyclingtechnologien und Prozesstechnik zur Verarbeitung von Recyclaten in verschiedenen Unternehmen.

Was ist ein Vn-Redox-Flow-Energiespeichersystem?

„Vanadium-Redox-Batterien“ sind stationäre Stromspeichersysteme, vornehmlich für den industriellen Einsatz:

  • Ihre Kapazitäten liegen im Bereich von ca. 10 kW bis zu einigen 100 MW.
  • Sie dienen zum Ausgleich von Netzschwankungen oder Notstromversorgung kritischer Verbraucher – und selbstverständlich auch zur Pufferung von Wind- bzw. Solarenergie.
  • Sie zeichnen sich durch enorme elektr. Robustheit, Unbrennbarkeit, zerstörungsfreiem Kurzschlussbetrieb, kurzer Reaktionszeit und prinzipbedingt keiner bzw. kaum Abnutzung aus.
  • Der Energieträger ist dabei eine Vn-Redoxsäure (schwefelige Säure), welche in zwei Ladungszuständen vorliegt.
  • Aufgrund der nötigen Säuremenge ist ihr Platzbedarf wesentlich größer als bei anderen Speicherssystemen (Li-Ion). Sie sind daher nicht für den mobilen Einsatz geeignet (ein Einbau in Schiffen wäre jedoch denkbar).
  • Die Kernkomponente ist der sog. säuredurchflossene Stack, welcher bis zu 3 kW leistet. Da prinzipbedingt der „Flowbereich“ keinerlei Metallberührung haben darf, sind alle säureberührenden Komponenten aus Kunststoffen gefertigt.

Wie konnte SHB in diesem Projekt unterstützen?

Aufgabe von SHB war es hier, die bis dato monolithisch gefertigten Kleinserienteile durch großserientaugliche Spritzgußteile zu ersetzen. Dazu zählen vor allem die kostenintensiven Endplatten und Abstandhalter.

Die Anforderungen an die Endplatten als mechanisch tragende Kernkomponenten sind dabei enorm:

  • Abmessungen ~500 x 340 x 60 mm (Gewicht ~4 kg in PP)
  • 3,5 t Dauerlast und beim Zusammenbau kurzzeitig bis zu 6 t Druck
  • extrem hohe Biegesteifigkeit (Durchbiegung in der Mitte <1 mm)
  • Integration der getrennten Einströmkanäle mittels umspritzter PP-Einlegekanäle
  • Fachwerkskonstruktion um Materialbedarf als auch Zykluszeit zu minimieren (~4 kg)
  • min. Lebensdauer: 25 Jahre
  • Fertigung in Spritzgußtechnologie
  • signifikante Kostenreduktion gegenüber bisheriger monolithischer Herstellung

Der Auftragsumfang an SHB umfasste die komplette, kunststoffgerechte Neuauslegung sowie die Realisierung der kompletten Prozesskette zur Herstellung (Spritzguß) und Qualitätsspezifizierung für die Serienfertigung, sowie die kostentechnische Abbildung (Einholen und Bewertung von Vergleichsanboten, etc.). Darüberhinaus umfasste der Auftrag auch noch die Auslegung und Herstellung von zwei Abstandhalterplatten aus PP, einem Kabelzugentlastungsteil, sowie einer Endabdeckung.

Die Realisierung erfolgte durch Verwendung eines speziellen, faserverstärktem PP, welches hinsichtlich der geforderten mechanischen Eigenschaften entsprechend modifiziert wurde. Der Bauteil wurde durch rheologische und mechanische Auslegung und entsprechend der Lebensdaueranforderung optimiert.

Das Ergebnis:

  • Analog dieser Erkenntnisse und weiterer thermisch/rheologischer Simulationen des Spritzprozesses, wurde in Zusammenarbeit mit einem österreichischen Werkzeugbau ein entsprechendes Spritzgußwerkzeug konstruiert und gebaut, welches nach nur zwei Nacharbeitszyklen bereits in den Serienbetrieb gehen konnte.
  • Die Produktionskostenreduktion wurde ebenfalls, entsprechend den Vorgaben des Auftraggebers, erreicht.
  • Die so aufgebauten Stacks werden seit 2024/25 bereits in großen Stückzahlen „im freien Feld“ eingesetzt und haben alle in sie gesetzten Erwartungen erfüllt.

Ausgangslage

Entsprechend der 2022 veröffentlichten SUP-Richtlinie der EU mussten bis 2026 alle Getränke-Einweggebinde mit vom Behältnis untrennbaren Verschlüssen versehen werden.

Dies gestaltete sich bei einem namhaften, niederösterreichischen Getränkehersteller als besonders kompliziert, da dieser seine Behältnisse in einem einzigartigen „Single-Step“ mittels Hohlkörperblasverfahren aus LDPE herstellt.

Wie SHB helfen konnte

Aufgabe von SHB war hier die Entwicklung einer Methode, den Verschluss nach dem Öffnen durch Abdrehen am Behältnis zu fixieren und diesen entsprechend ÖNORM 17665 (Definition Abrisskraft) auszulegen, ohne das Herstellprinzip verändern zu müssen – dieses ist durch die „all-in-one“ Technologie (Ausformung, Befüllung, Verschluß in einem Arbeitsgang) einzigartig und enorm effizient.

Da dieses Behältnis keinen separaten Verschluss aufweist, sondern noch während des Hohlkörperblasverfahrens befüllt und durch Abquetschung des extrudierten Schlauches auch der Verschluß ausgeformt wird, musste die SUP-gerechte Anbindung in diesem Arbeitsschritt integriert werden.

Da auch kein weiteres, separates Material nachgeführt werden kann, muss mit dem vorhandenen Kunststoff des Abquetschbereiches die Anbindung ausgeformt werden.

Dies gestaltete sich als äußerst schwierig, konnte aber letztendlich gesetzeskonform und zur Zufriedenheit des Kunden gelöst werden.

Mehr dazu unter: https://www.giz.de/de/downloads/giz2022-factsheet-marine-litter.pdf

Aufgrund der starken Verschmutzung der Umwelt und speziell der Adria am Westbalkan (Albanien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina / Republika Srpska und Kosovo) durch Verpackungsabfälle, wurde von der GIZ im Rahmen der „Low Plastic Zone“ Initiative ein Projekt zur Eintragsquellenermittlung und möglicher Verhinderung durch öffentliche, aber auch private Projekte initiiert. Dies sollte im Endeffekt zu konkret bewertbaren Projekten zur Verhinderung von Littering führen.

Um diese Projekte wirtschaftlich und auf umwelttechnische Sinnhaftigkeit beurteilen zu können, wurde SHB zur Expertise-Erstellung hinzugezogen.

Aufgabe war hier die Identifizierung signifikanter Eintragsquellen und ihre Mächtigkeitsbewertung. Mitarbeit an Organisation und Ausschreibung eines „Wettbewerbs“ zur Verhinderung von Littering durch Firmen und private Initiative. Technisch/wirtschaftliche sowie Machbarkeitsbewertung der eingereichten Vorschläge und Projekte, als auch technische Hilfestellung in kunststofftechnischen Fragen sowie Recyclingthemen.

Dieses Projekt konnte von 2023 bis 2024 durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen werden.

Das 3D-Extrusionsdruckverfahren ist ein relativ neues, adaptives Verfahren zur Herstellung von Einzelstücken oder kleinerer Serien sehr großer, komplexer Kunststoffteile (Bauraum bis zu mehreren m³).

Das Verfahren leitet sich von den herkömmlichen 3D-Druckverfahren ab. Die „Slices“ (Schichten) werden jedoch von einem Extruderkopf, welcher auf einem 5-Achsen Roboter montiert ist, aufgetragen. Allerdings treten hier sehr spezielle, prozesstechnische Herausforderungen auf, welche in einigen Bereichen noch in der Entwicklung stecken bzw. Verbesserung bedürfen.

SHB arbeitet seit 2025, gemeinsam mit einem oberösterreichischen Kunststoffverarbeiter, an der Entwicklung und prozesstechnischen Realisierung eines solchen adaptiven Systems (Bauraumgröße ca. 2m³).

Fernziel ist auch die Verwendung von Post-Consumer-Rezyklat.